Wie Toyotas kurzer Stopp Fuji drehte
Ohne Reifenwechsel und mit knapperer Betankung sprang die Nummer 8 nach vorn. Hirakawa musste den Vorsprung anschließend auf der Strecke verteidigen.
Toyotas Erfolg in Fuji entstand nicht aus einer durchgehenden Führung. Die Nummer 8 startete als Achter und arbeitete sich zunächst in Richtung Podium. Ein Dreher nach einer Berührung mit dem Aston Martin von Harry Tincknell machte die Aufgabe zusätzlich schwieriger.
Die entscheidende Möglichkeit eröffnete eine späte Safety-Car-Phase. Toyota verzichtete beim anschließenden Stopp auf neue Reifen und füllte weniger Kraftstoff nach. Dadurch rückte Ryō Hirakawa aus dem vorderen Mittelfeld an die Spitze. Als die Strecke wieder freigegeben wurde, blieben etwa 20 Minuten.
Hinter ihm nutzte Victor Martins im Alpine frische Reifen und holte schnell auf. Der Vorteil des kürzeren Toyota-Stopps musste nun gegen einen Gegner mit besserem Grip verteidigt werden. Hirakawa hielt dem Druck stand und brachte das Auto gemeinsam mit Sébastien Buemi und Brendon Hartley zum Heimsieg.
Diese Abfolge macht den Erfolg zu einer Kombination aus Entscheidung und Ausführung. Der Boxenstopp verschaffte die Position; die Verteidigung auf gebrauchten Reifen machte sie erst wertvoll. Aus dem Resultat lässt sich deshalb kein allgemeines Rezept ableiten, immer auf einen Reifenwechsel zu verzichten. In Fuji passten Zeitpunkt und Rennverlauf zusammen.
Quellen und Nachrichtenstand
Dieser Beitrag beruht auf den folgenden Primärquellen mit dem jeweils angegebenen Stand.
- Buemi: Fuji victory ‘one of our best in a long time’ · 29.09.2026