LMGT3 zählt ab 2027 beide Autos für das Team
Die WEC ändert die Teamwertung. Künftig wird die Leistung zweier Fahrzeuge unter einer Bewerberlizenz zusammengeführt.
In der LMGT3-Klasse der WEC erhält der Begriff Teammeisterschaft ab 2027 eine andere sportliche Bedeutung. Der Motorsport-Weltrat hat ein Wertungssystem genehmigt, bei dem die Punkte beider Fahrzeuge eines Bewerbers zusammengezählt werden. Voraussetzung ist, dass die Autos unter derselben Bewerberlizenz antreten.
Bislang wird jede Startnummer in der Teamwertung eigenständig betrachtet. Ein erfolgreiches Auto kann dadurch um den Titel kämpfen, auch wenn das zweite Fahrzeug derselben Organisation schwächer abschneidet. Mit der neuen Regel rückt die gemeinsame Leistungsfähigkeit eines Programms stärker in den Mittelpunkt.
Die Änderung betrifft noch nicht das laufende Finale 2026. In diesem Titelkampf sind weiterhin einzelne Besatzungen beziehungsweise Startnummern maßgeblich. Vor Monza gehören unter anderem die Corvettes von TF Sport und Racing Team Turkey, der Manthey-Porsche Nummer 92 sowie der WRT-BMW Nummer 69 zu den Anwärtern.
Für 2027 verändert sich damit der Anreiz bei der Aufstellung und Betreuung der Autos: Punkte eines zweiten Fahrzeugs können unmittelbar über die gemeinsame Position entscheiden. Die beschlossene Umstellung ist eine sportliche Wertungsänderung. Sie stellt für sich genommen keine technische Änderung an den GT3-Rennwagen dar.
Quellen und Nachrichtenstand
Dieser Beitrag beruht auf den folgenden Primärquellen mit dem jeweils angegebenen Stand.
- Revised scoring format for LMGT3 teams from 2027 · 20.10.2026